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Tarot-Geschichte
Karte 10

Zehn der Münzen

Entdecken Sie die Geschichte und Symbolik der Tarotkarte Zehn der Münzen, von der Marseille-Zahlenkarte zur Rider-Waite-Smith-mehrgenerationellen Familienszene.

Zehn der Münzen
ItalienischDieci di Denari
FranzösischDix de Deniers

Etymologie & Name

Die Zahl Zehn im Tarot bedeutet Vollendung, Höhepunkt und die Fülle eines Zyklus. Die Zehn der Münzen verbindet die Endgültigkeit der Zehn mit dem Vermächtnis der Münzen. Die Karte wird dem dritten Dekan der Jungfrau (20-30 Grad) zugeordnet, regiert von Merkur, was die Präzision der Jungfrau mit der Kommunikation des Merkur verbindet.

Frühe Bildsprache

In der Marseille-Tradition zeigte die Zehn der Münzen zehn Münzen in einem Muster, das oft eine vollständige Anordnung suggerierte, die Fülle der materiellen Akkumulation. Das geometrische Design vermittelte die Stabilität des dauerhaften Reichtums.

Rider-Waite-Smith-Design

Pamela Colman Smiths Illustration von 1909 stellt eine mehrgenerationelle Familienszene dar. Ein alter Mann sitzt in ein Gewand gehüllt, während ein jüngerer Mann und eine Frau mit einem Kind und Hunden stehen. Zehn Münzen sind durch die Szene verteilt, auf dem Bogen, dem Boden und den Figuren. Das Bild ist eines des Vermächtnisses: Der Reichtum einer Generation wird das Fundament der nächsten.

Schlüsselsymbolik

Die Zehn der Münzen repräsentiert Vermächtnis, Familienreichtum und den Abschluss eines materiellen Zyklus. Der alte Mann ist der Patriarch, dessen Arbeit das Vermögen aufgebaut hat. Die jüngere Familie ist das Vermächtnis, das es erben wird. Die durch die Szene verstreuten Münzen sind die Durchdringung des Reichtums durch die Generationen. Die Karte fragt: Was bauen Sie, das Sie überdauern wird?

Über Traditionen hinweg

Die Marseille-Tradition zeigt zehn Münzen in einem geometrischen Muster. Der RWS-Entwurf führte die Familienszene ein und zog auf die mittelalterliche Tradition des Haushalts und der Linie. Im Thoth-Tarot betitelte Crowley die Karte „Reichtum" und stellte zehn Scheiben in einer vollständigen Anordnung dar, was die materielle Erfüllung der Farbe betont. Crowley wies sie dem Merkur in der Jungfrau zu.

Kultureller Kontext

Die Zehn der Münzen wird dem Merkur in der Jungfrau zugeordnet. Helen Farley bemerkt, dass die Familienszene auf die mittelalterliche Tradition des Haushalts zurückgeht, der Grundeinheit des wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Die Karte spiegelt auch die biblische Tradition des auf festem Fundament gebauten Hauses wider. Im Kontext der Farbe repräsentiert diese Karte den materiellen Bereich an seinem vollständigsten: den Reichtum, der zum Vermächtnis geworden ist.

Kartenbedeutung