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Tarot-Geschichte
Karte 2

Zwei der Münzen

Entdecken Sie die Geschichte und Symbolik der Tarotkarte Zwei der Münzen, von der Marseille-Zahlenkarte zum Rider-Waite-Smith-Gaukler mit zwei Münzen und einem Unendlichkeitszeichen.

Zwei der Münzen
ItalienischDue di Denari
FranzösischDeux de Deniers

Etymologie & Name

Die Zahl Zwei im Tarot bedeutet Dualität, Balance und Anpassung. Die Zwei der Münzen verbindet die Paarung der Münzen mit der Notwendigkeit, entgegengesetzte Forderungen zu jonglieren. Die Karte wird dem ersten Dekan des Steinbocks (0-10 Grad) zugeordnet, regiert von Jupiter, was die Disziplin des Steinbocks mit der Expansion des Jupiter verbindet.

Frühe Bildsprache

In der Marseille-Tradition zeigte die Zwei der Münzen zwei Münzen, die durch ein Band oder einen Bogen verbunden waren, oft mit den Münzen in Bewegung. Die Anordnung suggerierte den kontinuierlichen Austausch und das Balancieren von Ressourcen.

Rider-Waite-Smith-Design

Pamela Colman Smiths Illustration von 1909 stellt einen jungen Mann dar, der zwei Münzen jongliert, die durch ein Unendlichkeitszeichen verbunden sind. Hinter ihm reiten zwei Schiffe auf den Wellen eines turbulenten Meeres. Die Figur tanzt am Ufer, sein Hut von einem wehenden Schal gehalten. Das Bild ist eines der Anpassung: Der Gaukler muss beide Münzen in Bewegung halten oder beide fallen lassen. Die Schiffe bedeuten die größeren Kräfte im Spiel.

Schlüsselsymbolik

Die Zwei der Münzen repräsentiert die Notwendigkeit, konkurrierende Forderungen auszubalancieren, das Jonglieren des täglichen Lebens. Das Unendlichkeitszeichen, das die Münzen verbindet, ist der endlose Zyklus der Anpassung. Die Schiffe auf dem turbulenten Meer sind die äußeren Umstände, die ständige Anpassung erfordern. Die Figur tanzt eher, als dass sie kämpft, was suggeriert, dass Flexibilität der Schlüssel ist. Die Karte fragt: Können Sie alle Ihre Verpflichtungen in Bewegung halten?

Über Traditionen hinweg

Die Marseille-Tradition zeigt zwei Münzen, die durch ein Band verbunden sind. Der RWS-Entwurf führte den Gaukler und das Unendlichkeitszeichen ein und zog auf die mittelalterliche Tradition des Narren oder Gauklers. Im Thoth-Tarot betitelte Crowley die Karte „Wandel" und stellte zwei Scheiben dar, die umeinander rotieren, was die zyklische Natur der Anpassung betont. Crowley wies sie dem Jupiter im Steinbock zu.

Kultureller Kontext

Die Zwei der Münzen wird dem Jupiter im Steinbock zugeordnet. Helen Farley bemerkt, dass der Gaukler auf die mittelalterliche Tradition des Gauklers oder Unterhalters zurückgeht, einer Figur der Anpassungsfähigkeit. Die Karte spiegelt auch die Kaufmannstradition des Bilanzierens von Konten wider. Im Kontext der Farbe repräsentiert diese Karte die erste Herausforderung des materiellen Bereichs: die Notwendigkeit, konkurrierende Ressourcen zu verwalten.

Kartenbedeutung